DSL
Digital Subscriber Line (kurz: DSL) unterscheidet sich gegenüber Internetverbindungen via analogen Telefonanschlüssen oder ISDN dadurch, dass der Frequenzbereich, der für die Dateiübertragung verwendet wird, weitaus größer ist, woraus eine vielfach höhere Geschwindigkeit resultiert. Leider ist jedoch durch dieses Frequenzband die Reichweite des Signals in sofern stark eingeschränkt, als dass das Signal bereits in der Vermittlungsstelle verarbeitet werden muss. Das hinter der Vermittlungsstelle geschaltete DSL-Modem des Kunden, der nur wenige Kilometer von der Vermittlungsstelle entfernt wohnen darf, um DSL empfangen zu können, bekommt das DSL Signal schließlich via Telefonleitung übertragen. Die Daten werden also nur auf den letzten Kilometer zum Endverbraucher über das herkömmliche Telefonnetz übermittelt, wodurch die Teilnehmeranschlussleitung besser ausgenutzt werden kann. Mit Hilfe von DSL können Übertragungsraten von bis zu 500 Mbit/s über einfache Kupferleitungen erreicht werden. DSL kann in der Industrie auf eigenen Kabeln auch unabhäöngig vom Telefon benutzt werden.
Mit Hilfe der hohen Bandbreiten von DSL ist es möglich geworden immer neuere und besser Applikationen für das Web zu programmieren, die meist auch als Teil des Web 2.0 zu verstehen sind. So ist es zum Beispiel möglich dank DSL Sowohl kleine Flash-Games und größere Computerspiele, als auch Videos im Internet anzusehen.
Die bei uns üblichen DSL-Verfahren sind das in den 90er Jahren entwickelte ADSL und seit Ende 2006 auch VDSL. VDSL stellt hierbei mit Datenraten bis zu 100Mbit/s eine der schnellsten verfügbaren Verbindungen derzeit dar. Jedoch ist VDSL bisher nur in einigen Städten Deutschlands verfügbar.