Infrastruktur des Internets
Das Internet besteht aus verschiedenen Netzwerken, wobei auch die Verwaltung dieser Netzwerke in den Händen verschiedener Menschen ist. Zum Einen gibt es die Providernetzwerke, an die die Computer der Kunden des Internetproviders angeschlossen sind, zum Anderen noch Firmennetzwerke, sogenannte Intranets, wodurch die Computer einer Firma miteinander verbunden sind. Diese eignen sich zum Beispiel dann sehr gut, wenn Daten ausgetauscht werden müssen oder für mehrere Computer nur ein Drucker zur Verfügung steht. Desweiteren gibt es auch noch Universitäts- und Forschungsnetzwerke.
Das Internet besteht heutzutage hauptsächlich aus Glasfaserkabeln, welche durch den Router zu einem Netz verbunden sind. Glasfaserkabel eignen sich bei der Datenübertragung sehr gut, da diese eine sehr große Übertragungskapazität bieten. Die letzten Kilometer von der Vermittlungsstelle bis zum Endgerät wird jedoch immer noch auf die Kupferleitungen der Telefonanschlüsse zurückgegriffen, weshalb Glasfaser bis zum Haus kaum verbreitet sind in Deutschland.
Die Privathaushalte, die hierbei mit ihren Computern zum Abruf von Diensten aus dem Internet verwendet werden und nicht dauerhaft Dienste anbieten, werden in der Regel als Clients bezeichnet. Server hingegen sind Computer, die hauptsächlich Internetdienste zur Verfügung stellen (wie z.B. Internetseiten). Diese stehen meist in Rechenzentren, welche meist über eine eigene schnelle Anbindung zum Netz verfügen.
Die verschiedenen Netzwerke wie das Apranet wurden hierbei dezentral aufgebaut, so dass es keinen Zentralrechner oder Ort gibt, an welchem die Verbindungen zusammenlaufen. Desweiteren trägt die netzartige Struktur des Internets dazu bei, dass das Internet sehr ausfallsicher ist. So gibt es immer mehrere Wege zwischen zwei Netzen, wobei diese Wege sich über die ganze Welt erstrecken können, so dass man beispielsweise über Server in Nachbarländern, selten auch über Server von weiter entfernten Ländern wie China, geleitet wird, selbst wenn man in Deutschland eine deutsche Seite aufrufen möchte.
Das Internetprotokoll
Die Basis für das Internet bildet die Internetprotokollfamilie, die sowohl den Datenaustausch zwischen Computern und Netzwerken, als auch die Adressierung in offenen Standards regelt. Hierbei werden wiederholt Pakete ausgetauscht, welche IP-Informationen über Ziel und Absender beinhalten, welche eine Größe zwischen 1500 Byte und 65.000 Byte haben.
Die HTML- und CSS-Standarts wurden durch das World Wide Web Consortium (auch: W3C) entwickelt, das vom Erfinder des World Wide Web, Tim Berners-Lee, geleitet wird.
Hierbei spielt der Domain Name Server (DNS) eine sehr große Rolle. Dieser wird nämlich vom Internetprotokoll mit einer eindeutigen IP-Adresse erkannt, die meist aus 4 Dezimalstellen besteht zwischen 0 und 255, die lediglich durch einen Punkt getrennt werden (z.B.: 192. 23. 1.571). So erhält jeder Server bildlich Gesprochen seine eigene Telefonnummer, durch diese jeder Internetnutzer den Server aufrufen kann.
Jedoch gibt kaum ein Mensch beim Aufruf einer Internetseite die Serveradresse in den Browser ein, weshalb jede Domain in eine IP-Adresse übersetzt werden kann. Dies geschieht automatisch beim Aufruf einer Domain.
Da das Internet ein sehr weit verzweigtes Netz ist, gibt es einige Verzweigungsstellen, bei denen mit Hilfe von ständig aktualisierten Routingtabellen entschieden wird, welche Wege die kürzesten sind, um den angefragten Server zu erreichen. Dadurch kann auch auf Netzausfälle sehr schnell reagiert werden.