UMTS und LTE
Universal Mobile Telecommunications System (kurz: UMTS) ist der Mobilfunkstandard der dritten Generation (3G), womit höhere Datenübertragungsraten als mit dem Mobilfunk- standard der zweiten Generation (2G) erreicht werden können.
Im Jahre 2000 wurden in Deutschland die UMTS-Lizenzen versteigert, wodurch die Bundesrepublik 98,8 Milliarden DM (ca. 50 Milliarden Euro) einnahm. So wurden Lizenzen beispielsweise an T-Mobile, Vodafone und O2 vergeben. Um die sehr hohen Lizenzkosten wieder abzubezahlen waren anfangs die Preise für UMTS sehr hoch, wodurch auch der Durchbruch sehr schleppend verlief. Seit 2004 ist UMTS in Deutschland kommerziell verfügbar. Seit Kurzem bieten einige Anbieter nun auch Internet via UMTS für nicht mobile Endgeräte, wie PCs an. Durch die High Speed Downlink Packet Access (HSDPA) Technologie ist es nun sogar möglich auf das Internet via UMTS mit Datenraten von 7,2 Mbit/s zuzugreifen. Die UMTS-Netze decken mittlerweile die Deutsche Fläche fast besser ab als das vorhandene DSL-Netz wodurch ein Internetanschluss über UMTS vor Allem auch in ländlichen Regionen sehr attraktiv ist.
Ein Blick in die Zukunft ist hierbei auch sehr spannend und interessant: Unter Anderem arbeitet Nokia Siemens Networks derzeit an einer Weiterentwicklung des HSDPA-Standards. Mit dieser neuen Technologie namens Long Term Evolution (kurz: LTE) gelang es bereits im Mai 2007 bis zu 108Mbit/s im Upstream über ein LTE-Netz zu übertragen. Durch ein LTE-Netz werden sollen in naher Zukunft 300Mb/s (ca. 2,4Gbit/s) über UMTS übertragen werden können. Mit dieser Übertragungsrate wäre es kein Problem, Filme in einem fahrenden Auto in High Definition via Internet ansehen zu können. Bereits 2010 sollen erste Netzte auch in Deutschland dieser Nachfolge-Technologie von UMTS aufgebaut werden.