Web 2.0
Das Web 2.0 ist ein Schlagwort, wodurch durch die Anlehnung an Versionsnummern von Software eine Abgrenzung zur früheren Verwendung des Internets hergestellt werden soll und verdeutlicht werden soll, dass es sich hierbei um eine neue Art Internet handelt. Es wird hierbei also nicht auf neue Technologien oder Innovationen angespielt, sondern lediglich auf das veränderte Bewusstsein bezüglich der Nutzung des Internets. Im Web 2.0 erstellen und bearbeiten die Benutzer nämlich selbst Inhalte, was zuvor ein Privileg der Webmaster (Webseiten-Besitzer) war. Im Web 2.0 kann jeder mit Hilfe von Anwendungen wie Wordpress seinen eigenen Blog erstellen und jederzeit seine eigenen Nachrichten schreiben. Gab es früher in der Regel nur sehr wenige, die Webseiten bearbeiten konnten und sehr viele Besucher so ist dies in modernen Communities wie FaceBook, MySpace, StudiVZ und Ähnlichem heute anders. Jeder kann die Webseiten mitgestalten indem er Informationen über sich im Internet veröffentlicht und jederzeit wieder löschen kann. Zu dieser Veränderung kam es hauptsächlich, da immer öfter Content-Management-Systeme und Datenbanken zu Speicherung von Daten einer Website verwendet werden, dessen Datensätze Benutzer selbst verändern können. Ein weitere immer beliebter werdender Dienst ist der RSS-Abonnementdienst, der einem Internetnutzer meldet, wenn auf dessen Lieblingsseite neue Nachrichten oder Beiträge erscheinen.
Der Begriff Web 2.0 entstand ursprünglich durch Dale Dougherty und Craig Cline, die gemeinsam als erste den Begriff Web 2.0 im Jahre 2004 verwendet haben. Sie meinten, das Web sei in einer Renaissance, bei der neue Geschäftsmodelle und Regeln entständen. Die Schlüsselprinzipien des Web 2.0 sind hierbei, dass das Web als Plattform dient, dass Inhalte wichtiger als das Aussehen sind und dass jeder bei dieser Form des Internets mitmachen kann. Desweiteren befinden sich Projekte immer im Beta-Stadium, wobei die Software mehrere Verwendungszwecke hat. Das Ziel ist eine breite Masse an Web 2.0 Anwendungen.